Emotional Freedom Techniques, kurz EFT, werden häufig als Klopftechnik bezeichnet. Dabei beklopfen Menschen bestimmte Stellen an Gesicht und Oberkörper mit den Fingerspitzen. Gleichzeitig richten sie ihre Aufmerksamkeit auf ein belastendes Thema und sprechen dazu passende Sätze. In Praxen werden unterschiedliche Varianten und Kombinationen mit Gesprächsmethoden angeboten.
Grundidee
EFT verbindet körperliche Stimulation mit dem bewussten Benennen von Erleben. Manche Erklärungsmodelle beziehen sich auf Vorstellungen von Energiebahnen; solche Vorstellungen sind kein gesicherter körperlicher Wirkmechanismus. Andere Beschreibungen betonen Aufmerksamkeit, Gespräch und die Annäherung an schwierige Gefühle. Aus einem subjektiv angenehmen Erleben lässt sich nicht ableiten, welcher Bestandteil dazu beigetragen hat. Eine Praxis sollte erläutern können, welches Verständnis sie zugrunde legt und welche Grenzen das Angebot hat. EFT ist außerdem von anderen Verfahren mit derselben Abkürzung zu unterscheiden. Eine Einordnung ergänzender Ansätze bietet das NCCIH in seiner Übersicht zu Angst.
Wie läuft eine Sitzung ab?
Zunächst wird besprochen, welches Thema Sie bearbeiten möchten und wie belastbar Sie sich aktuell fühlen. Die Fachperson zeigt die Klopfstellen und schlägt gegebenenfalls begleitende Formulierungen vor. Meist können Sie selbst klopfen; Berührung durch die begleitende Person ist dafür nicht erforderlich. Praxen gestalten das Vorgehen unterschiedlich. Nach einem Durchgang wird gemeinsam betrachtet, wie sich das Erleben verändert hat. Belastende Erinnerungen sollten nicht ohne sorgfältige Vorbereitung aufgerufen werden. Auch ein unverändertes oder unangenehmes Erleben muss offen angesprochen werden können.
Für wen kann das Verfahren in Frage kommen?
Die Methode kann für Menschen in Frage kommen, die sich für eine körperbezogene Ergänzung zu Gesprächen interessieren. Bei Angst und Sorge oder Stress ist zunächst zu klären, welche Unterstützung fachlich angemessen erscheint. Es lässt sich nicht vorhersagen, wie Sie persönlich auf das Klopfen reagieren. Bei stark belastenden Erinnerungen oder ausgeprägten Beschwerden sollte die Eignung besonders sorgfältig geprüft werden. Eigenständiges Klopfen ersetzt keine notwendige Untersuchung oder Behandlung und sollte keinen Druck erzeugen, schwierige Themen allein zu bearbeiten.
Worauf Sie achten können
Fragen Sie nach der beruflichen Qualifikation und nach einer Ausbildung, die über einen kurzen Methodenkurs hinausgeht. Im Erstgespräch sollten Ziele, Kosten und das Vorgehen bei Überforderung besprochen werden. Bei körperlichen Beschwerden ist eine ärztliche Abklärung wichtig. Sie dürfen Klopfstellen, Sätze und Übungen ablehnen. Achten Sie darauf, dass keine weitreichenden Erfolgszusagen gemacht werden. Vereinbaren Sie, wann der Verlauf überprüft wird und wie die Praxis eine Weitervermittlung organisiert, falls das Angebot für Ihr Anliegen nicht ausreicht.
Praxen mit diesem Angebot im Verzeichnis finden
Dieser Text dient der allgemeinen Information und ersetzt keine ärztliche oder therapeutische Beratung.




